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RASA
Der RASA-Tubus (Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph) ist ein katadioptrisches optisches System, das ausschließlich für die Deepsky-Astrofotografie entwickelt wurde: eine schnelle Optik, typisch f/2 oder f/2,2, die Licht auf breiten Feldern mit extremer Schärfe vom Zentrum bis zum Rand bündelt. Anders als refraktive Astrografen oder Newtons positioniert der RASA den Sensor direkt im vorderen Primärfokus — ohne Sekundärspiegel oder zusätzliche optische Wege — um die maximale Lichtübertragung zu gewährleisten.
RASA-Tuben reduzieren die Belichtungszeiten gegenüber f/8- oder f/10-Systemen drastisch: Bei gleicher Öffnung sammelt ein f/2 etwa 16-mal mehr Licht als ein f/8, sodass Nebel, Galaxien und Sternhaufen in wenigen Minuten statt Stunden fotografiert werden können. Sie sind Instrumente für alle, die die Produktivität ihrer Aufnahmesessions maximieren wollen — in Kombination mit OSC- oder Monochromkameras und präzisen Goto-Montierungen.
RASA oder klassischer Astrograf? Vorteile, Einschränkungen und Entscheidungskriterien
Der RASA ist auf einen einzigen Zweck optimiert: Deepsky-Fotografie mit kürzesten Belichtungszeiten. Seine Primärfokus-Architektur bringt jedoch einige betriebliche Einschränkungen mit sich: Die Kamera muss frontseitig montiert werden, mit dem Gewicht zentriert auf der optischen Achse, und Standard-Filter können nicht auf herkömmliche Weise verwendet werden — erforderlich sind EOS-Clip-in-Filter oder dedizierte Filterräder vor dem Sensor. Die visuelle Beobachtung ist konstruktionsbedingt ausgeschlossen.
Im Vergleich zu einem refraktiven Astrografen (typisch f/5–f/7) bietet der RASA deutlich höhere optische Geschwindigkeit und breitere Felder auf APS-C- und Vollformatsensoren, erfordert jedoch eine sorgfältigere Handhabung von Fokussierung, Kollimation und Aufnahmekette. Gegenüber einem schnellen Newton-Astrografen eliminiert der RASA das Randkoma-Problem ohne externe Korrektoren — dank der integrierten Schmidt-Korrektionsplatte.
Wann ist ein RASA-Tubus die richtige Wahl:
- Sie möchten Deepsky mit minimalen Belichtungszeiten fotografieren
- Sie verwenden gekühlte OSC- oder Monochromkameras auf einer Goto-Montierung
- Sie zielen auf ausgedehnte Nebel, Galaxien und Sternhaufen mit breiten Feldern
- Sie suchen ein ausschließlich dem Imaging gewidmetes Instrument ohne visuelle Kompromisse